Studienziele und Berufsfelder

Hinweis

Informieren Sie sich auch der der Homepage des Masterstudiengangs Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte (History and Philosophy of Science - HPS) über Besonderheiten und Details zum Studienprofil und der Gestaltung des Studiums.

Das Ziel des Masterstudiums HPS an der Universität Wien ist der Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen im Hinblick auf historische, kulturwissenschaftliche und philosophische Untersuchungen des im weiten Sinne verstandenen wissenschaftlichen Forschens. Die Ausbildung umfasst inhaltlich breite und methodologisch präzise Kompetenzen zur Rekonstruktion, zur Analyse und zur Evaluierung von:

1. historischen Entwicklungen des wissenschaftlichen Feldes (Konzepte, Wissensfelder, Institutionen, Biographien) in politik-, sozial-, kultur- und geschlechterhistorischen Kontexten;

2. wissenschaftsphilosophischen Modellen und Fragestellungen;

3. gesellschaftlichen Ursachen, Zusammenhängen und Folgen des wissenschaftlichen Forschens.

Kennzeichnend für das Masterstudium ist die starke Integration wissenschaftshistorischer und wissenschaftsphilosophischer Kompetenzen, mit deren Unterstützung eine fachliche und inhaltliche Verbindung beider Bereiche angestrebt wird, ohne jedoch die Spezifizität der jeweiligen methodischen Herangehensweisen preiszugeben. Für beide Forschungsfelder ist außerdem eine sachliche Kenntnis spezifischer wissenschaftlicher Forschungsgegenstände unerlässlich. Der Studienplan sieht mehrere Module mit entsprechenden Lehrangeboten vor. Die Zulassungsvoraussetzungen sind fachlich breit ausgelegt, sie sichern im Masterstudium einen reichen Wissenspool an fachspezifischen Voraussetzungen. Ausgehend von diesen unterschiedlichen Fachkenntnissen stellt in der Eingangsphase (Modul 1 und 2) die gemeinsame Diskussions- und Kooperationsbasis eine Grundlage im Hinblick auf inter- und transdisziplinäres Arbeiten her.

Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums HPS an der Universität Wien sind über ein Bachelorstudium hinaus befähigt zur eigenständigen Formulierung wissenschaftlicher Fragestellungen, zum Verständnis unterschiedlicher fachübergreifender Fragestellungen, zur Entwicklung allgemeiner Problemlösungsstrategien und zu kritischem wissenschaftlichem Denken und Arbeiten, sowie zur Wahrnehmung sozialer, kultureller und geschlechterbezogener Perspektiven. Insbesondere können sie in historischen Kategorien und Entwicklungszusammenhängen denken und diese forschungsorientiert anwenden, philosophische Argumente analysieren, philosophische Problemlösungen kritisch prüfen und argumentativ rechtfertigen; sie erhalten eine vertiefte Kenntnis der allgemeinen Wissenschaftsgeschichte samt ihrer Methoden, Grundlagen und Historiographie, vertiefte Kenntnisse von ausgewählten Themen und Problemen der Wissenschaftsgeschichte, vertiefte historische und theoretische Kenntnisse der Wissenschaftsphilosophie, vertiefte Kenntnis zentraler Konzepte der Theorienarchitektur und Theoriendynamik sowie ausgewählter wissenschaftsphilosophischer Themen; sie verfügen über soziale und kommunikative Kompetenzen, insbesondere zur projektorientierten Teamarbeit, zur Präsentation der Forschungsergebnisse in der Öffentlichkeit und zur Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen Diskussionsprozessen (Verteidigung von Thesen, Streitgesprächführung, Formulierung konstruktiver Diskussionsbeiträge), sowie über die Fähigkeit zum stark transdisziplinär orientierten Lehren und Forschen und zur interdisziplinären Vermittlung.

Das Studium stellt eine vertiefte wissenschaftliche Berufsvorbildung dar, ist forschungsorientiert und stellt Qualifikationen für eine akademische Laufbahn in einer sich international stark entwickelnden Forschungslandschaft bereit. Insbesondere qualifiziert dieses Masterstudium für ein Doktoratsstudium in den Bereichen Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftsmethodologie und Wissenschaftstheorie. Ferner qualifiziert es für wissenschaftshistorische – und wissenschaftstheoretische Aufgaben im Bereich von Museen, Archiven wissenschaftlicher Institutionen, sowie für Wissenschaftsjournalismus, Wissenschaftsmanagement und anderen einschlägigen Institutionen und Berufen.